Startseite / Talogy blog / Wie denken Bewerber:innen wirklich über die Teilnahme an Mitarbeiter-Assessments?

Wie denken Bewerber:innen wirklich über die Teilnahme an Mitarbeiter-Assessments?

woman wearing gold glasses
Letzte Woche habe ich einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem ich dargelegt habe, warum kürzere Assessments nicht geeignet sind, um die Herausforderungen des heutigen wettbewerbsintensiven Arbeitsmarktes bei der Personalauswahl zu bewältigen. Unternehmen sind besorgt über die Fluktuation von Bewerber:innen während des Auswahlprozesses; eine häufige Sorge, die wir von Kunden hören, betrifft die Länge unserer Mitarbeiter-Assessments und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bewerber/eine Bewerberin sie abschließt. Die gängige Meinung lautet, dass insbesondere lange Assessments von den Bewerber:innen als ungünstig empfunden werden und sie das Assessment nicht abschließen. Der Zweck dieser Analyse war es, über eine Vielzahl von Längen und Branchen hinweg die Anzahl der Bewerber:innen zu untersuchen, die unser Assessment abschließen. Dazu haben wir Daten von 43 verschiedenen Kundenorganisationen und 12 Assessments gesammelt. Die Kunden stammten aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Einzelhandel, dem Dienstleistungssektor und dem Gesundheitswesen. Die Zahl der geprüften Bewerberdatensätze betrug 887.110. Die Analyse der Daten ergab einen klaren Trend: Die Abschlussquoten sind hoch! Bewerber:innen, die mit einem Assessment beginnen, beenden es auch, unabhängig von seiner Dauer. Die folgende Tabelle zeigt, dass in den meisten Fällen mehr als 90 % der Bewerber:innen das Assessment abschließen.
Abschlussquoten nach Art des Assessments
Die Einteilung der Assessments in Kategorien hilft dabei, die Ergebnisse einzugrenzen:
  • Bei den Screening-Assessments (20 bis 30 Minuten) liegt die Abschlussquote im Durchschnitt bei 97,3 %. Diese Abschlussquote ist in allen Branchen gleich – im verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor/Einzelhandel und im Gesundheitswesen.
  • Die Assessments für Fach- und Führungskräfte, die in der Regel länger dauern (45 bis 60 Minuten) und weiter hinten im Einstellungsprozess angesiedelt sind, haben ebenfalls eine hohe Abschlussquote von etwa 95 %.
  • Die längeren (70 Minuten), umfassenden Assessments auf Einstiegsebene, die in der Regel am Anfang des Einstellungstrichters stehen und schwierige Problemlösungsabschnitte sowie interaktive Multimedia-Simulationen enthalten, liegen mit 89,3 % immer noch sehr hoch. Einige Bewerber:innen, die nur passiv an einer Stelle interessiert sind, könnten aufgrund der gestiegenen Anforderungen in dieser Phase ausscheiden, weil sie psychologisch noch nicht in die Position investiert haben. Dies kann für den Arbeitgeber von Vorteil sein – wenn ein Bewerber/eine Bewerberin nicht daran interessiert ist, ein simulationsbasiertes Assessment zu durchlaufen, wird er/sie dann wirklich an der Stelle interessiert sein? Möglicherweise scheiden Bewerber:innen, die das Assessment nicht abschließen, aus dem Einstellungsprozess aus und erzielen dennoch das von Ihnen angestrebte Ergebnis.
Hier sind einige Highlights, um die Ergebnisse der Bewerber:innen zusammenzufassen:
  • Wenn Bewerber:innen ein Assessment beginnen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie es auch beenden, unabhängig von seiner Dauer.
  • Alle unsere Assessments weisen hohe Abschlussquoten auf.
  • Die Abschlussquoten variieren je nach Umfang, Volumen und Platzierung im Einstellungsprozess.
  • Die Befürchtung, dass Bewerber:innen aus einem Einstellungsprozess aussteigen, sobald sie ein Assessment starten, wird durch die Daten nicht bestätigt.

Höhere Effizienz und Effektivität bei Einstellungen sowie eine bessere Bewerbererfahrung

Ein praktischer Ratgeber für das Jahr 2022 und darüber hinaus
Es ist schwierig, gute Talente zu finden. Der intensive, weltweite Wettbewerb um die richtigen Talente verlangt von den Unternehmen die Entwicklung besserer, reibungsloser Einstellungsprozesse. Laden Sie unseren Ratgeber herunter, um zu erfahren, wie Sie im Jahr 2022 einen besseren Einstellungsprozess gestalten können. Darin erfahren Sie Folgendes:  
  • Wie Sie das Einstellen von Mitarbeiter:innen als wechselseitigen Dialog gestalten können
  • Welche neuen Erwartungen an die Talentbeschaffung und die Personalverantwortlichen gestellt werden
  • Wie Sie Prozesse optimieren und deren Effizienz maximieren
  Untersuchungen zufolge geben 83 % der Bewerber:innen an, dass eine negative Erfahrung bei der Einstellung ihr Bild vom Unternehmen beeinträchtigt. Bei den derzeitigen harten Bedingungen im Wettbewerb um die besten Bewerber:innen müssen Unternehmen ihren Einstellungsprozess bestmöglich gestalten. Unser Ratgeber führt Ihnen die wichtigsten Kriterien vor Augen, mit denen Sie Effizienz und Effektivität des Einstellungsprozesses sowie die Bewerbererfahrung verbessern können.
  • Wie man kompetenzbasierte Einstellung in 6 Schritten umsetzt

    Derzeit scheint es, als würde jeder über die Einführung von kompetenzbasierten Einstellungsinitiativen und deren Vorteile sprechen, und diese Gespräche gehen oft mit Warnungen einher, dass Ihr Unternehmen zurückbleiben wird,…

    Mehr lesen

  • Vermeidung von Boreout und Burnout bei Ihren High-Potential-Talenten

    Die Entwicklung von High-Potential-Talenten ist genauso entscheidend wie ihre Identifizierung und oft genauso herausfordernd. Organisationen setzen in der Regel auf Methoden wie Coaching, Mentoring, Schulungen, die Bereitstellung anspruchsvoller Aufgaben…

    Mehr lesen

  • Trends am Arbeitsplatz für 2026: Die Talentstrategie von morgen schon heute gestalten

    Letztes Jahr haben wir einen Blick auf die Trends am Arbeitsplatz für 2025 geworfen und eine Arbeitswelt gesehen, die durch Barrierefreiheit, kompetenzorientierte Praktiken, KI und neu gestaltete Arbeitsstrukturen geprägt…

    Mehr lesen

Share